Interview mit Rainer Meckel – Trainer A-Jugend

Wir nutzen die Corona-Pause dazu, Euch die zukünftigen A-Jugend-Trainer etwas genauer vorzustellen:

Den Anfang macht Rainer – er ist von den dreien der mit der meisten Trainer- und Lebenserfahrung. Rainer begann seine aktive Laufbahn als
E-Jugendspieler bei den Sportfreunden Siegen, bei denen er bis zu den Senioren blieb. Er gehörte dort auch zum Kader der 1. Mannschaft, bevor er mit der 2. Mannschaft in der A-Liga und der Bezirksliga Meister werden konnte. Danach ging es für 2 Jahre zum VfB Weidenau, die zu diesem Zeitpunkt noch in der Landesliga vertreten waren. Zum Ausklang seiner
Laufbahn als Spieler wechselte er zur Spvg. Rinsdorf.

2008 sammelte Rainer seine ersten Erfahrungen als Trainer bei der Mädchenmannschaft der Sportfreunde Siegen. Dort blieb er bis 2014. In dieser Zeit konnte er auch als Co-Trainer bei der U13, der U15 und der U19
einige Meisterschaften und Pokalsiege feiern. Danach trainierte er für
2 Jahre die C-Jugend des TuS Wilnsdorf/Wilgersdorf.

Im Sommer 2016 zog es ihn zurück zu den Sportfreunden Siegen und dem Frauenfußball, wo er zunächst bis Winter 2017 das Training der zweiten Damenmannschaft übernahm. Diese Truppe wurde leider aufgelöst, so dass Rainer in der Rückrunde 2017/18 in einer Doppelfunktion tätig war: Für den Rest der Saison übernahm er nicht nur die B-Juniorinnen aus Siegen, sondern auch die Damen-Mannschaft der Spvg. Bürbach. In Bürbach blieb er bis 2019, ehe er wieder beim TuS Wilnsdorf bzw. der JSG Wilden-Wilnsdorf-Obersdorf die Geschicke der B-Jugend leitet.

Hallo Rainer, wie geht es dir und wie gehst du mit der aktuellen Lage und der langen Fußballpause um?

Hallo,
mir geht es ganz gut.
Beruflich hat Corona bis heute keine großen Auswirkungen auf meine Tätigkeit (abgesehen von den allgemeinen Schutzmaßnahmen) gehabt.
Privat schmerzen natürlich die begrenzten Kontakte. Ich habe in letzten Monaten nicht zu viel geplant und vieles einfach auf mich zukommen lassen. Dies hat auch zu einer gewissen Trägheit geführt.

Vermisst du den Fußball und die Zeit am Sportplatz und was treibst du in der Zwischenzeit so alles?

Da habe ich gelernt Dinge die ich nicht ändern kann einfach zu akzeptieren.
Ich verbringe viel Zeit im Garten und gehe auch viel mit unseren Hunden spazieren.
Viel schlimmer ist die Zeit aber für die Jungs, die im Grunde genommen fast zwei Jahre ihrer Jugend und damit die komplette B-Jugend verloren haben.

Dein Trainerkollege Felix grüßt dich öfters mal mit „Tach Chef“ findest du diese Anrede passend?

Passend nicht, da wir ein gleichberechtigtes Team sind. Wir tauschen uns regelmäßig aus und diskutieren über viele fußballerische Ansätze.
Die Anrede resultiert aus der Historie da ich die Jungs ja schon ein Jahr länger trainiere. Felix kam zu Beginn der Saison spontan hinzu, da mein letztjährige Co Chris beruflich bedingt kürzertreten musste.

Wie bist du Trainer der B-Jugend geworden?

Ich habe von 2014-2016 bereits zwei Spielzeiten die C-Jugend der JSG Wilnsdorf betreut. Von daher kannten einige Verantwortlichen vermutlich noch meine Telefon-Nr.
Auch wollte ich nach drei Spielzeiten Damen mal wieder etwas anderes machen, da kam mir die Anfrage nicht ungelegen.

In deiner aktiven Zeit als Spieler, aber auch als Trainer, konntest du den ein oder anderen Titel einfahren/gewinnen. Ist dies auch dein heimliches Ziel mit der A-Jugend, gerade zum Abschluss, wenn die Jungs die Jugend verlassen, nochmal einen Titel zu holen? Oder hast du andere Ziele mit der A-Jugend?

Titel sind etwas Schönes, aber es gibt Wichtigeres.
Entscheidend ist die sportliche Entwicklung der Spieler.
Wir möchten als Erstes, dass die Jungs Spaß am Spiel haben, das hat oberste Priorität. Der Kern des Teams ist seit den Bambinis zusammen und hat einen starken Zusammenhalt, auch außerhalb des Platzes. Wir Trainer müssen ihnen in den nächsten zwei Jahren noch das notwendige Rüstzeug geben, damit sie dann bei den Senioren durchstarten können.

Nun haben Jannik und Felix gesagt, dass sie beide ein weiteres Jahr der JSG als Jugendtrainer zur Verfügung stehen. Was hat dich dazu bewogen weiter zu machen?

Ich sehe meinen Auftrag als noch nicht erledigt an, da ich noch nicht eine komplette Saison mit den Jungs gearbeitet habe.
Ziel ist es das die drei Seniorenmannschaften der beteiligten Vereine endlich mal wieder den Lohn ihrer Jugendarbeit ernten.

Rainer wir danken, dass du dir kurz Zeit für uns genommen hast.